Zoomansicht


16.11.2010

Que viva Mexico! oder die Suche nach low carb food

itchino-starkolumne

Chino und Itchy sind unterwegs in Lateinamerika; der Grund: eine kleine Tour mit unserer Band Culcha Candela, die uns durch Guatemala, Honduras, Mexiko und die Dom Rep führt. Die Erwartungen sind nicht so groß, denn warum sollten uns am anderen Ende der Welt Leute kennen...
...denkste, Puppe! Deutsche gibt es überall (Mexiko ist einer der größten Handelspartner Deutschlands) und dank Internet tanzen Jugendliche auf der ganzen Welt zu den Klängen von David Guetta, den Black Eyed Peas und eben auch ein wenig zu denen von Culcha Candela.

Unsere Erwartungen werden auf jeden Fall überall tausendfach übertroffen, denn in jeder Stadt steigt eine ordentliche Sause mit einer geilen Partycrowd. Für Stimmung ist also gesorgt; und für´s Essen?!?

Der ganze Doppelkontinent Nord- und Südamerika war ja mal von oben bis unten von der indigenen Bevölkerung bewohnt, bis die Spanier kamen und die Franzosen und die Engländer... ja, der Rest ist leider traurige Geschichte.

Unsere Küche hat der damaligen neuen Welt trotzdem sehr viel zu verdanken. Wo wären wir heute ohne unsere Lieblingsnachtschattengewächse, wie Tomaten oder Kartoffeln?!? Die Schokolade, der Koriander, die feinsten Gewürze: das alles sind wunderbare Errungenschaften der Indio-Kultur.
Eigentlich paradiesische Verhältnisse...nun ja, die gegenwärtige Wahrheit sieht ein wenig anders aus. Nach wie vor sind diese Leckereien Bestandteile der Lateinamerikanischen Küche; hinzugekommen sind allerdings eine große Menge Teig und riesige Mengen von Zucker, gepaart mit den supersizenden Essgewohnheiten des allgegenwärtigen Big Brothers, USA.

Low Carb? Fehlanzeige.
Bio?? Was ist das?
Vegan? Spinnt Ihr!?!

Man sollte also unterzuckert und leicht ausgemergelt nach Lateinamerika einreisen, dann kann man es auch genießen. Einige werden sagen „treibt doch Sport!“. Würden wir ja gerne machen, doch bei der ein oder anderen unstabilen politischen Lage könnte so ein Joggingausflug auch leicht zum schnellsten Lauf ums eigene Leben werden.

Trotzdem ist es hier sehr schön und die Freundlichkeit der Menschen bezaubernd. Da wir jetzt schon mehrere Tage ohne vorherige heimische Ausmergelung in Mexiko verbracht haben, werden wir uns in zwei Wochen an dieser Stelle mit ca. 20 Kilo mehr auf den Rippen melden.
Vielleicht bleiben wir auch hier...Bäuche gelten in diesen Ländern als Zeichen des Wohlstandes!
Na dann, so schnell sind wir noch nie reich geworden.

Hasta pronto.

  • :-D
  • 8-)
  • >\
  • O.o
  • :'-(
  • :-(
  • =-o
  • 8-|